Friedrichshafen 2012

Friedrichshafen2012

E. Japichino Wie jedes Jahr um diese Zeit, treffen sich einige Mitglieder der Modellfluggruppe Rothrist in aller Frühe beim Hotel Ibiz in Rothrist, um dann die anderen in der Raststätte Kemptal beim gemeinsamen Frühstücken zu unterstützen. Nach der Stärkung und Schwächung (Zigi-Pause), geht es weiter Richtung Konstanz Fährhafen. Trotz Navigationsgerät soll es Fälle gegeben haben, wo der Fahrer den Fährhafen nicht gleich auf Anhieb gefunden hat. Aber die Fähre wurde dann doch dem Umweg um den See oder durch den See vorgezogen. Mit etwas Verspätung auf die Marschtabelle der MG, trifft man auf dem Messegelände ein. Nach diesen Strapazen ist eine Stärkung durch ein „Leberkäs-Brot“ natürlich fällig. Einige haben ein Mayonnaise-Brot mit Leberkäs vorgezogen. Jedem das Seine. Und nach einem stärkenden, Deutschen Kaffee (viel zu Heiss und ohne Geschmack), lässt es sich beruhigt ins Getümmel stürzen.

Aus den Socken hat es uns dieses Jahr nicht gehauen. Modell da, Modell dort, Getümmel um einen Stand eines Billiganbieters und so weiter. Alles altbekannt. GFK-Fräsen hier, Helikopter dort, Helikopter weiter vorne und Schaumwaffeln überall. Ab und zu ein bekanntes Gesicht einer anderen oder der eigenen Modellbaugruppe regt zu einem Fachgespräch an „…..das esch eso geil, und die Oberflächi, sagehaft……“ und so weiter. Alles altbekannt.

Aber dann, fast am  Ende des Rundganges durch die Modellflughalle, haut es uns nicht gerade aus den Socken, aber diese kringeln sich ganz bedächtig nach unten, gefolgt von erhöhtem Puls, Schweisshände und glänzenden Augen. Ein Klein-Jungunternehmer bietet voll-CFK-Speedmodelle an, welche es einem sofort angetan haben. Diese Qualität und das Konzept überzeugen voll und ganz. Dem einen gefällt das „MONSTER“, dem anderen der kleinere „LP1.1“ (das Teil heisst tatsächlich so, kein Witz!) Während das Monster mit 10 – 14S LiPo’s liebäugelt, so begnügt sich der LP mit 3 bis 5S. Bei einer Spannweite von 96 cm und einem entsprechenden Motor, naja!

Es zog einige von uns, und einen im Speziellen so lange an diesen Stand, bis fest stand, dass ein LP1.1 mit in die Schweiz musste. Ja, jung und unabhängig sollte man sein, und wenn man im Hotel Mama wohnen darf, so schlagen solche Investitionen nicht so auf den Geld-Beutel.

Am anderen Ende des Geschwindigkeits-Spektrums, ist der Schmeissgeier angesiedelt. Liebevoll so genannt wird die Kategorie F3K, die Disk Launch Glider. Ja, und da wurde auch ein Modell aus Friedrichshafen in die Schweiz entführt.

Die wahren Helden des Modellbaus sitzen jedoch ganz ruhig in der Halle 6 und bauen ihre Papiermodelle zusammen. Dies wird deutlich, wenn man sich die Mühe nimmt, das Diorama der Hafenanlage genauer zu betrachten. Stichwort: Hafenkran! Wie jeder weiss, sind diese in Gitterbauweise gebaut. Ja, und jetzt bau mal das Ding 1:x aus Papier! Schon nur die Arbeit, bis alle Leerstellen ausgeschnitten sind, Wahnsinn! Oder der Raubvogel (siehe Bild)! Kein Biegefalz zu sehen, alles sauber rund. DAS sind für mich echte Helden des Modellbaus.

Nach dem obligaten Gruppenfoto, trafen sich diejenigen, welche das Steak Haus schneller gefunden haben, früher, die anderen später. Aber dann! Die meisten zogen sich ein 300g Stück Fleisch rein (etwa so viel wie ein F3K Modell flugfertig wiegt) mit Pommes-Frites oder anderen Kartoffel-Sorten. Ein ganz mutiger wagte es doch tatsächlich, Nudeln zum Fleisch zu verlangen. „Aber Hallo, gohts no?“, so in etwa die zusammengefasste Reaktion der freundlichen, aber bestimmten Bediendame. Naja, es hat gewirkt, und der Täter bekannte sich schuldig im Sinne der Anklage und bestellte Pommes-Frites. Einige hatten noch Lust auf etwas süsses. Doch das süsseste erhielt einer unserer Mitglieder nach der Bezahlung: einen dicken Schmatzer von der Bediendame!

Nachdem die Fähre gefunden wurde, fuhren wir alle entspannt und voller neuer Pläne und inspiriert durch die Eindrücke Richtung Rothrist.

Zwar alles altbekannt, aber trotzdem jedes Jahr eine Reise wert. Schon nur wegen dem gemeinsamen Essen am Abend.

Und einer hat einen Grund mehr, nächstes Jahr wieder nach Friedrichshafen zu fahren!

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