Feierabendliches Thermikfliegen, 23. Oktober 2014

Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet, dass der Donnerstag-Nachmittag zeitlich schon mächtig vortgeschrittenen war. Unbeeindruckt dessen zeigte sich nicht nur die Thermik: denn gut nach 16 Uhr ‘knackte’ ich bereits nach dem ersten Spick binnen knapp 12 Minuten noch ohne weiteres die 500 Meter-Grenze. Der Schlauch wurde mit jedem erklommenen Höhenmeter stärker und sog den SSL gnadenlos gegen den vom Abendlicht golden leuchtenden Himmel! Die Sicht war schwierig, denn die Thermikblase schlich gierig und zielstrebig der tiefstehenden Abendsonne hinterher, was nicht minder bedeutete, steht’s im Gegenlicht zu fliegen. Dies dann der eigentliche Grund, warum ich vom Thermik- in den Strecken-Flugmodus wechselte, um schnellstmöglich vom starken Schlauch wegzufliegen. Kurz darauf die Bremsen raus und Sturzflug- das Vario meldete brav in regelmässigen 50 Meter-Schritte die bewusst vernichtete Höhe. Die letzten 30 Meter wurden noch elegant abgeturnt bis dann schlussendlich das Model wieder “zum greifen nah” war…

Ilmarin, Bruder von Chris, begleitete uns einmal mehr sehr geduldig mit seiner professionellen Videoausrüstung und trotzte tapfer (da leider etwas zu leicht bekleidet) dem kühlen Wind. Welches Kunstwerk er wieder innert kürzester Zeit fachmännisch ‘zusammengeschnippelt’ hat, kann man im Video sehen. 🙂

Er dokumentierte mit seinem geschärften Blick für’s Detail die Technik vom F3J-Thermikfliegen. Dazu gehört etwa der Bungee-Start, das Variogepiepse und natürlich die Landung (welche im Grundegenommen bei keinem RC-Modellflug-Filmchen fehlen darf!).

Ich glaube, ich spreche für alle Teilgenommenen: eine Wiederholung vom soeben beschriebenen lassen wir garantiert nicht lange auf uns warten, sofern natürlich die Witterung wieder mitmacht.

Die interessanteste Jahreszeit, mit seinen grossen Temparatur-Differenzen und der dementsprechend guten Thermikbildung, steht uns ja noch bevor! Ein kleiner Vorgeschmack hatten wir ja bereits. Und wenn man den Flächenverbinder nicht in der Werkstatt liegen lässt, dann kann sogar jeder fliegen (…)

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