3. Ereignisreicher Schlepptag

kollage-17.5.2015E. Japichino Am Sonntag, 17. Mai 2015, fahre ich gegen 12 Uhr 30 beim Parkplatz unseres Plätzlis vor. Kurz darauf trifft auch Kurt Bitzer ein. Wir laden die Modelle, ich noch den Grill, und wir dann noch unser Brennholz aus und fugen alles zum „Wellness“-Bereich unserer Piste. Kurt und ich machen unsere Checkflüge und ich schleppe dann gleich mal Kilian’s Diva, die FOKA, in die Höhe. Kilian ist mittlerweile auch eingetroffen, obwohl das Wetter auf der Froburg vielversprechend ist. Wie so üblich, ging der erste Schlepp schief. Kilian klinkt, als er sich der Sache hinter mir nicht mehr sicher ist. Vor lauter Aufregung klinke ich auch: Minus ein Seil! Sche…..! Und zu allem Übel war es das von Kurt! Chregu, der in der Zwischenzeit auch eingetrudelt ist, bietet uns zögerlich sein Schleppseil an. Meines, mit den weissen Styropor-Kugeln, ist noch im Bereitschaftsraum. Nach und nach treffen die einen und anderen Modellpiloten ein und machen sich zum Schleppen bereit. Der zweite Schlepp mit Kilian’s FOKA gelingt bestens und die Foka steigt in der nun stark aufkommenden Thermik bis fast auf 600 m über den Platz. Ein schwarzes Kreuz vor weiss-dunkelgrauen Wolken-Brokkolis! Einfach traumhaft. Edi schleppt mit seiner Schaum-Waffel-Piper fleissig die Modelle von Hans und Gusti in die Höhe. Gusti hat Mühe, ein Gebiet zu finden, wo das Vario in seiner MULTIPLEX ALPHA endlich auch mal tiefere Töne von sich gibt. Grossflächig setzt nun Thermik ein. Auch Chregu, von Kurt’s KADETT in die Höhe gezogen, bringt seinen ARCUS kaum mehr runter. Er geniesst es sichtlich, auch mal längere Zeit oben bleiben zu können. Was an seinem zunehmenden Können und auch am Hammerwetter liegt. Auch Ueli, der zu uns gestossen ist, will seine ASW-24 hochgezogen haben. Also anhängen und weg. Mein BACCHUS hat etwas Mühe, den Spickhaken der ASW aus dem Boden zu zerren. Nachdem die Furche sauber gezogen ist, steigt mein BACCHUS brav mit der ASW gen Himmel. Leider bringe ich es nicht fertig, Ueli hoch genug zu schleppen, dass er Anschluss an die Thermik findet. Also muss ein zweiter Schlepp her. Einhängen, alles checken, bereit: LOS! Diesmal klappt der Start schon etwas besser. Die ASW-24 von Ueli ist huere schnell, oder mein BACCHUS zu langsam. Auf alle Fälle überholt Ueli’s ASW den BACCHUS fast, es kommt zu einer recht brenzligen Situation, Ueli klinkt, schreit noch: „Hang ich no draa?“, da klinke ich auch! Minus zweites Seil! Doppelsch…..! Trotz den Styropor-Kugeln ist nicht zu erkennen, wo das Seil nieder geht. Auch das intensive Suchen, unterstützt durch den Hund des Präsi, bringt nichts. Ausser einen Ausflug ins hohe Gras und Sonnenbrand. Dank Edi, welcher noch Seil dabei hat, und meinem in weiser Voraussicht mitgenommenen Schlaufen-Seil, habe ich ein weiteres Schleppseil bereit gemacht. Aber alle, vor allem Chregu, wollen mit Kurt’s KADETT geschleppt werden. Edi hat das Pech, dass beim Landeanflug, welcher etwas zu tief angesetzt ist, das Schleppseil sich im Busch verhakt, und die Piper einfach zu Boden zerrt. Allzu grosser Schaden entsteht nicht, aber an ein Weiterschleppen ist nicht zu denken. Somit bleiben nur noch Kurt und ich als Schlepppiloten. Ganz scheu fragt mich Gusti, ob ich seine ALPHA hochziehen kann. Aber sicher! Am Anfang verläuft alles Prima. Dann kommt irgendwie Hektik in den Schleppzug, welcher in einem gemeinsamen Looping gipfelt. So nicht, meint die ALPHA, lässt einen Flügel fahren und trudelt friedlich, aber zweigeteilt, gen Boden. Schei…. DAS habe ich nicht gewollt. Während Gusti, Fredi und Chregu die ALPHA suchen gehen, lande ich. Nachdem die 3 die ALPHA gefunden haben, kommen sie zurück. Gusti zeigt voller Stolz, wie tief der Rumpf im Boden gesteckt hat, nämlich zirka 20 cm! Und das Teil ist noch ganz! DAS ist noch wahre Wertarbeit. Gut, die Haube ist hin, aber der Rumpf ist noch ganz. Die ALPHA reparierbar, also nicht verloren. All diese Ereignisse brauchen Nerven und Zeit. Der zunehmende Sonnenschein trocknet die Luft so ab, dass fast keine Thermik mehr vorhanden ist. Es wird also Zeit, sich dem „Wellness“ zu widmen. Der Grill wird in Betrieb genommen und die Grillwaren entsprechend den Geschmäckern zubereitet. Mit viel Senf oder noch mehr Mayo schmeckt so ein Mocken Fleisch halt schon gut. Nach all der Aufregung tut so ein gemütliches beisammen Sein, grillen, schwatzen und lachen ganz gut. Man lässt die Flüge Revue passieren, reibt sich nochmals das Eine oder Andere Missgeschick unter die Nase um dann genüsslich miteinander darüber zu lachen. Trotz aller Missgeschicke ein rundum gelungener Anlass mit einem würdigen Ausklang. Kurt und Edi möchte ich ganz herzlich für die Unterstützung beim Schleppen danken. Ohne Sie beide hätten einige Modelle am Boden bleiben müssen, wären zweigeteilt und ich im Dauerstress gewesen. Danke!

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