Erstes GEPLAPPER der MFG Rothrist

Geplapper_Kollage_2015E. Japichino Nein, GEPLAPPER hat nichts mit einer Horde Männer zu tun, welche wild aufeinander und durcheinander reden, sondern ist die Abkürzung für einen neuen Anlass unserer Modellflug-Gruppe. Es ist die Abkürzung für

Genaues Einteil Präziser Landeanflug Punkt Preich Ereignis Rothrist

Zugegeben grammatikalisch nicht ganz korrekt, aber dafür umso eine lustigere Abkürzung. Und hier ist bereits das wichtigste Stichwort dieses Ereignisses gefallen: LUSTIG. Darauf baut eigentlich die Idee des GEPLAPPER’s auf. Einen lustigen Nachmittag miteinander zu verbringen und seine Landekünste unter Beweis stellen und, wenn nötig, zu verbessern. Wohlwissentlich, dass der eine oder andere kernige Spruch fallen wird. Und die sind gefallen, und wie! 

Hier schon mal die Liste in der Reihenfolge, wer am meisten Punkte gesammelt hat:

1. Kilian Disler, mit seinem (zum Glück nicht Ghetto-) BLASTER, 250 PunktPreichPunkte

2. Christopher Fradley, (Kä hiäsiga) mit seinem scharfen CHILI, 150 PunktPreichPunkte

3. Andreas Zemp, zuerst mit EAPADA und dann mit GIBT’S NICHT, 135 PunktPreichPunkte

4. Andreas Schär, mit seiner schnellen (nicht bissigen) VIPER, 95 PunktPreichPunkte

5. Heinz Schär, mit seiner Haube verlierenden VIPER, 95 PunktPreichPunkte

6. Kurt Bitzer, mit (Staunen ist erlaubt) ALULA, 40 PunktPreichPunkte

6. Gogi Weber, punktgleich mit Kurt, mit EASY GLIDER, 40 PunktPreichPunkte

Und hier die Geschichte, wie es zu obiger Liste gekommen ist:

Am Sonntag Morgen, bei strahlendem Sonnenschein, gehe ich gegen 10 vor 10 Andreas, den einen, holen. Zusammen fahren wir zu Kurt Bitzer, wo Kilian bereits genüsslich am Kaffee schlürfen ist. Nachdem wir den Koffein-Drang gestillt haben (Kurt und Heidi ein grosses Dankeschön!), geht es aufs Plätzli. Zuerst muss Kurt das Plätzli der Länge nach vermessen, damit wir ungefähr genau die Mitte finden. Bei Ihm geht das am schnellsten. Ich hätte da die doppelte Zeit gebraucht, da ich nur die halbe Schrittlänge von Kurt habe. 19172007440_6d21584074_oMit Hilfe einer Sonnenschirmstange, einer Schnur und den von mir bereits am Vorabend vorbereiteten „Radius-Schnüren“ gelingt dann die Markierung sehr ansehnlich, ja ich würde sogar sagen perfekt. Andreas gibt sich die grösste Mühe, den Markierungsspray korrekt zu bedienen. Kilian beschränkt seine Hilfe auf gute Ratschläge (sprich die ersten heissen Sprüche) und Fotos und Videos zu machen. Gut, zugegeben, einer muss ja der Chef sein, sonst kommt es nicht gut. Daraufhin haben wir uns verabschiedet, ich fahre Andi nach Hause und gehe etwas Essen.

Gegen 12 Uhr 50 erreiche ich das Plätzli. Nur Andreas, der Präsi, ist da und übt fleissig präzise landen. Das gelingt ihm, ohne „Leistungsdruck“ recht gut. Nach und nach treffen die anderen interessierten Mitglieder ein. Eigentlich habe ich erwartet, dass, angesichts der Möglichkeit auch mit einer ALULA oder einer anderen „Schaumwaffel“ mitmachen zu können, sich mehr Mitglieder einfinden. Auch schon darum, WEIL mal wieder was los ist auf dem Plätzli und man so die Gelegenheit hat, mit Mitgliedern, welche man sonst nicht so häufig sieht, Erfahrungen auszutauschen. Dazu hat das Wetter auch mitgespielt. Aber egal, diejenigen, welche kommen sind motiviert, gut drauf und bereit einen lustigen Nachmittag zu verbringen. Da noch etwas Zeit bleibt bis zum eigentlichen Start der Veranstaltung, nützen die Anwesenden Mitglieder diese zum Üben. Als letzter Mitmacher trifft kurz vor dem Start noch Gogi ein. Er will mit seinem EASY GLIDER am Spass teilhaben.

Um 13 Uhr 30 informiere ich die Anwesenden, wie ich die Punkte verteilen werde. Einige Mitglieder verlangten lautstark nach der Nummer meines Bankkontos, welche ich natürlich gerne Preis gab (der neue PACE ist bereits bestellt). Wir machen gemeinsam ab, dass wir um 14 Uhr mit dem eigentlichen GEPLAPPER starten wollen. Bis dahin füllen die Anwesenden das Punkteblatt aus und üben noch eine Runde präzise landen.

14 Uhr ist es und es ist herrlich warm auf dem Plätzli. Die Reihenfolge wird untereinander ausgemacht. Ich sortiere die Punkteblätter dementsprechend. Und los gehts. Kilian startet seinen BLASTER mit seinem berühmten Ballett-Schritt. Schade gibt es dafür keine Punkte. Im Landeanflug herrschen so starke Aufwinde, dass Kilians BLASTER selbst im Sinkflug noch leicht steigt. Das sieht echt drollig aus. Die erste Landung geht in die Hosen. Sooooo einfach wie es aussieht, ist es auch mit einem „Ballon“ nicht. Am schwierigsten hat 19359691855_6bce939f51_oes sich Vater und Sohn Schär gemacht. Mit den schnellen VIPER die Landung so einzuteilen, dass es dann genau stimmt, ist nicht ganz ohne. Aber Papa wie Sohn haben ihre Modelle sehr gut im Griff. Und hätte das Modell von Heinz gegen Ende der Veranstaltung nicht immer die Haube abgeworfen, wer weiss………! Andreas, der andere, hat mit seinem GIBT ES NICHT eine ganz spezielle Landetechnik angenommen. Er lässt das Modell einfach aus ca. 1 m ins Feld fallen. Aber das hilft ihm auch nicht wirklich, weil das Modell dann noch weiter rutscht. Und beim dritten Durchgang bricht bei seinem Modell noch der Leitwerksträger. Schade! Kurzerhand stellt er auf seinen ESPADA um. Gestartet wird per Gummi-Spick. Das ist alles erlaubt beim GEPLAPPER! Dann ist da noch Kurt mit seiner ALULA. Das sonst geil zu fliegende Modell hat bei den herrschenden Windverhältnissen etwas Mühe, die geforderten 10 Sekunden bevor gelandet werden darf zu erreichen. Grosszügig drücken wir alle ein Auge oder zwei zu und haben einen Riesenspass dem Nurflügel zuzuschauen und zu raten, ob die ALULA überhaupt auf die Piste zurück findet oder nicht. Alle Beteiligten lachen herzhaft. Am meisten Kurt selber, welcher den olympischen Gedanken durch und durch lebt: Mitmachen ist wichtiger wie siegen! (Aber siegen will jeder ein bisschen!). Gogi macht sich mit seinem EASY GLIDER bereit. Uuuups! Auch sein Modell 19333705056_262462303c_ohat mit den Windverhältnissen zu kämpfen. Aber auch Gogi denkt an Olympia und kassiert fast bei jedem Durchgang einen Nuller. Schön, dass er noch herzhaft darüber lachen kann. „Ausser Konkurrenz“ macht Chris mit, der Kollege von Kilian. So wie Kilian, setzt Chris einen „Schmeissgeier“ ein. Sein CHILI steigt nach dem Ballett-Start recht hoch und hat somit keine Schwierigkeiten, die 10 Sekunden abzuwarten. Chris punktet bei 4 der 5 Durchgänge – einen Nuller lässt er streichen.

Schnell sind die 5 Durchgänge, die ganze Zeit beobachtet von Alex und zeitweise von Sandra und Thomas sowie Greti und Kudi, vorbei, und das freie Fliegen kann los gehen. Pünktlich dazu erscheint auch Günti mit seiner Frau Jasmin und dem süssen Töchterchen Christina. Die herrschenden, thermischen Verhältnisse sind für die Fraktion der Segelflieger natürlich eine Wonne. Gogi testet sein Variometer ausgiebig, bis auf über 300 Meter. Auch Andy, der Präsi, sucht und findet Anschluss an die Thermik, bevor er seinen Verpflichtungen als Familienvater nach geht. Auch Heinz und Andi, der eine, machen noch einige Heizflüge und gehen danach nach Hause. Ich nutze die Gelegenheit, meine WIND S50, seit Dezember flugfertig, endlich einzufliegen. Der Erstflug, bzw. die erste Landung gelingt nicht ganz nach meinem Geschmack, aber alles noch dran, nichts kaputt. Dass das Teil gut fliegt, wusste ich bereits vorher.

19173425659_15a808d07b_oKilian und Chris wollen ihre Leistungen, welche sie beim offiziellen Teil gezeigt hatten, noch toppen. Sie schmeissen die „Schmeissgeier“, als wollten sie diese so weit wie möglich entfernt haben. Beide erlanden einige 100er und einmal gemeinsam sogar einen 200er! Das Bild, welches die beiden Modelle ineinander verhakt zeigt ist NICHT gestellt. Ca. 2 Meter über dem Boden haben sich die Modelle beim Versuch den Mittelpunkt der Markierung zu treffen verhakt. Nach dem Motto: gemeinsam geht es besser, haben Kilian und Chris mit diesem 200er den Vogel des Tages abgeschossen!

Irgendwie hat sich das Gerücht verbreitet, dass wir noch den Grill anheizen. Wir wollen natürlich nicht, dass die Gerüchteküche unnötig brodelt. Kurt und ich holen den Vereinsgrill aus der Kiste. Kurt spendet die Kohle (Danke!) und feuert auch gleich ein. Plötzlich steht „Bienen“-Chregu mit dem Fahrrad auf dem Plätzli und werweist, ob es sich lohnt die Familie zu holen und ein Grill-Znacht einzunehmen. Es wird sich zeigen, dass es sich lohnt. Auch Heidi und Sibylle kommen noch mit Kurt’s und meinem Nachtessen. Und, für den Verlauf des Abends wichtig, Heidi hat Leika, den Hund, mitgebracht. Alle Anwesenden bereiten ihre Grillwaren vor, welche auf der perfekten Glut essbar gemacht werden sollen. Auch ich mache mein Lammnierstück bereit. Um Sibylle zu helfen, wozu ich beide Hände brauche, lege ich das Nierstück mit Verpackung kurz auf den Boden. Dieser Moment hat gereicht, um Leika, den Hund, anzulocken. Als ich reagiere, hat Leika bereits die hälfte des Fleischmockens abgebissen. Mein laut geschrieenes „AUS“, beeindruckt den Hund überhaupt nicht. Ich reisse ihm demzufolge den Rest des Fleisches aus dem Mund. Ein Riesengelächter macht jetzt natürlich die Runde. Kurt hat mit mir Erbarmen und offeriert mir eines seiner Fleischstücke, damit ich nicht verhungere.

19333679116_96e590d5c5_oUnd was gehört zu einem feinen Essen? Genau, ein feiner Espresso. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Da weiss Kilian Rat! Still und heimlich packt er seine BIALETTI aus und setzt diese auf einen Gaskocher. Plötzlich riecht es herrlich nach frischem Kaffee, Italienischem Kaffee. Genüsslich lässt sich Kilian umwerben, wenn man eine Tasse des köstlichen Saftes haben will.

Mittlerweile ist es spät geworden. Zumindest für jene, welche am Montag wieder zur Arbeit gehen müssen. Daher kommt langsam aber Sicher eine allgemeine Aufbruchstimmung auf. Alle, welche an diesem Anlass teilgenommen haben sind zufrieden und freuen sich bereits auf das nächste Mal.

Nachher ist man bekanntermassen immer klüger. So auch ich dieses Mal. Für das nächste GEPLAPPER werde ich, wie beim RACER, Handicap-Koeffizienten einführen. Und zwar so, dass schnelle Modelle auch eine Chance haben, gegen die F3K-Ballone zu bestehen. Auch werde ich dafür sorgen, dass der Kassier Getränke rüber wachsen lässt. Er hätte das dieses Jahr auch getan, aber ich habe es in der Hektik des Monats Juni völlig verschwitzt, wofür ich mich bei allen Teilnehmern und Anwesenden ganz herzlich entschuldigen möchte.

Ich hoffe, diejenigen welche mitgemacht und Freude am GEPLAPPER hatten, plappern das weiter, so dass wir nächstes Jahr ein noch grösseres GEPLAPPER veranstalten können. Und die anderen, welche gedacht haben, dass so sture Wettbewerbe nichts für sie sind sei gesagt:

GEPLAPPER ist, Spass, Unterhaltung, nichts ernstes und wenn man trotzdem mitmacht.

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2 Antworten zu Erstes GEPLAPPER der MFG Rothrist

  1. M schreibt:

    Hallo an alle Mitglieder, Follower und K

    Die neue HP ist einfach genial. Ich möchte an dieser Stelle Kilian ein riesengrosses Kompliment aussprechen. Trotz zeitmangel wegen seiner Fortbildung, dem schönen Wetter und anderen Widrigkeiten, hat er eine HP auf die Beine gestellt, die seinesgleichen sucht.

    Chapeau!

    Danke vielmals Kilian

    Manuel

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    • Jott Emm schreibt:

      Das tönt wirklich nach einem spannenden und spassigen Event, schade dass ich nicht dabei sein konnte. Nächstes Mal … !
      Gruss, Jens

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