Ein ganz normaler Sonntag

E. Japichino Am Morgen gehen Sibylle und ich an den Flohmarkt nach Buchs. Ui, hat es da viele Leute. Es ist ein gekrabbele, wie in einem Ameisenhaufen. Zu diesem hektischen Anlass, brauche ich etwas beruhigendes. So wie Modellfliegen.
In 2 Wochen gehen wir auf die Tannenalm. Dabei habe ich noch einige Segler, welche eingeflogen werden müssen. 2 davon, den ORION und die MIDDLE PHASE 6, lade ich ins Auto und fahre gegen 14 Uhr auf unser Plätzli. Dort angekommen staune ich über den regen Betrieb. Als wäre da ein kleiner Flugtag im Gange.

Plätzli-24

Ich setze meine 2 Segler zusammen, packe noch die Box mit dem Startgummi und laufe zum Flugzeugpark. Familie Zimmerli, ohne Frau, ist fleissig am Üben. Erstaunlich, wie gut die 2 Jungs bereits fliegen können. Arme Chregu! Aber klar, es ist immer schön, wenn die Schüler besser werden, wie die Lehrer. Das deutet auf einen sehr guten Lehrer hin. Auch Kilian ist dort und Andreas, der Andere. Zu uns gesellen sich dann noch Hans und Eddi. Sie wollen Schleppen.
Die Wetterverhältnisse sind für das Einfliegen von Modellen ideal. Vor den ersten Starts natürlich die obligaten Fotos durch Altmeiser Kilian ausgeführt. Als erstes schmeisse ich

Orion (ArtHobby)

Orion (ArtHobby)

Plätzli-02

„Phase“

danach mal meine ORION von Hand der Piste entlang. Alles prima. Dann hänge ich das Teil an den Gummi und weg damit. Schon beim ersten Flug habe ich das Gefühl, dass es da etwas Thermik hat. Aber erstens ist die Thermik zu schwach und zweitens mein Können ungenügens. Aber egal. Es reicht dafür für einige Runden mehr. Auch die Landung gelingt prima. Daher gehe ich noch einige Male mit dem ORION an den Gummi.
Danach meine PHASE. Da es der allererste Flug ist, bin ich froh, dass Kilian mir den Vogel ab dem Gummi lässt. Als erstes gibt der Befestigungsring des Spick-Gummis nach. Kilian und ich müssen da was improvisieren. Beim nächsten Start geht die PHASE effektiv wie an der Schnur gezogen ab, wie das oft zitierte Zäpfli. Selbst Kilian staunt, dass so ein schnittiges Modell, so fliegen kann. In der Luft ist die PHASE sehr lebendig auf den Querrudern. Ansonsten alles im grünen Bereich. DIe Landung misslingt sehr. Das Problem ist, dass die PHASE gleitet, und gleitet, und … na, Ihr wisst ja schon, und gleitet. Entgegen dem Rat von Kilian, gerade weiter zu fliegen und zu landen, versuche ich eine Kurve zu fliegen, und näher zu uns zu kommen. Tja, das war falsch und endete in einer etwas harten Landung. Aber nichts kaputt. Nach einigen Korrekturen am Sender, der zweite Start. Gleich nach dem Aushängen des Gummis, hänge ich eine Rolle und noch irgendwie einen Looping an. Die PHASE hat nämlich ab dem Gummi eine sehr hohe Geschwindigkeit. Bei der zweiten Landung, komme ich wieder zu lang. Diesmal lasse ich den Vogel einfach fliegen. Und er fliegt, und fliegt, und … na, Ihr wisst schon, und fliegt. Und die Landung ist zwaf sanft, aber dafüf weit weg. Egal, alles ganz und ich zufrieden.
Währenddessen machen Eddi und Hans einen Schlepp, welcher gar nicht so schlecht gelingt. Nur beim zweiten Versuch geht etwas schief, und sie treten die Heimreise an. Andi, der Andere, hat an einer Modellbaubörse ein kleines, hässliches Modell, das niemand haben wollte, trotzdem es gratis war, mitgebracht. Er traut sich nicht, das Plätzli-07Modell selber zu fliegen. Darum bietet sich Kilian an, ihm das Modell einzufliegen. Die Fotos zeigen, dass der Start nicht ganz ohne ist, aber in der Luft verhält sich das Modell, wie ein Schwan. Es fliegt sehr gutmütig und segelt, dass es eine wahre Freude ist. Kilian braucht 2 Anläufe, um das Modell sicher und sanft auf der Piste zu landen. Unglaublich, was das Modell für Gleiteigenschaften hat. Nun versucht es Andi, der andere. Der Start gelingt sehr gut und das Fliegen ist auch kein Problem. Auch das Landen muss er zwei Mal versuchen, da ihm der Gleitwinkel des Modells auch zu schaffen macht. Nach seiner guten Landung, zeigt er uns ein kleines Geheimnis, welches sein Modell birgt: einen Abwurfschacht. Nur die Fallschirmspringer im Schacht sind so zusammengepfercht, dass keiner raus kommen kann. Plätzli-09Flugs nehmen wir 2 raus, und Kilian faltet mit aller Sorgfalt nur einen Springer, den wir dann im Bauch von Andi’s, dem einen, Modell platzieren. Beim nächsten Flug, versucht Andi, der eine, den Springer aus dem auf Höhe gebrachten Modell fallen zu lassen. Er öffnet die Luke – aber nichts geschieht. Er macht einige G-lastige Flugmanöver, bis es dem Springer zu bunt wird, und er rausfällt. Aber nicht weit. Sein Helm fällt mal zu boden, während sein Schirm sich am Höhenleitwerk des Modelles verfängt. Jedes Mal wenn Andi, der eine, gas gibt, geht sein Modell in eine unheilvolle Schräglage. Also besser das Modell ohne Motorantrieb landen. Was auch gelingt. Nun hat Andi, der eine, wieder etwas, woran er herumtüfteln kann.

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Den ganzen Nachmittag war der Wind sehr ruhig oder gar nicht vorhanden. Ich möchte noch meine Errungenschaft, ein Windmesseraufsatz für das iPhone, demonstrieren. Da also der Wind etwas zu schwach ist, lasse ich mich von den beiden Söhnen, Nico und Silas, von Chregu helfen. Mit Pfausbacken blasen Sie dem Aufsatz den Marsch.

Foto 03.04.16, 16 08 11

Ein angenehmer und doch ereignisreicher Nachmittag geht zur Neige. Aber weitere werden sicherlich folgen.

Gruss Manu

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