Ohne Fleiss, kein Preis

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E. Japichino Unser Präsi, Andy der eine, hat via HP (Homepage) zu einem ausserordentlichen Arbeitstag eingeladen. Die Rückmeldung verhiess nichts gutes. Bis am Samstag waren es nicht gerade viele, welche sich gemeldet hatten.

Am Samstagmittag besuche ich Sibylle am Koffermarkt in Rothrist, wo sie ihre Ware feil bietet. Danach ein Kebab bei Boz und dann fahre ich direkt zum Plätzli. Da ich etwas zu früh bin, will ich die Zeit noch etwas ausnutzen, und im Auto ein Nickerchen zu halten. Aber da taucht schon der Passat unseres Präsi auf, mit ihm am Steuer. Begrüssung, Lagebericht, Pläne werden ausgetauscht. Ich ziehe mir die schweren Schuhe an, und dann laufen Andy, der eine, und ich zum Plätzli.

Andy, der eine, hat eine grosse Astschere dabei. Damit beginnen wir den Stumpfweiden oder so an die Äste zu gehen. Denn wir wollen nicht nur die Piste von den Engerlingen und den Folgeschäden befreien, sondern auch noch gleich den fast zugewachsenen Anflug von Murgenthal her vom Grünzeugs befreien. Wir beginnen also mit Schneiden. Nach und nach treffen weitere Mitglieder ein. Kilian, IiiiKey, Chregu, Edi, Hans, Ueli S, Ueli M, Gogi, Thomas und Kudi. Also alles in allem 12 Mann! Jipiie! In weiser Voraussicht habe ich bei Boz eine kleine Flasche Eistee zusätzlich gekauft. Diese ist aber schnell leer, und ich versuche Kilian telefonisch zu erreichen, um ihn zu bitten, Trinkwaren mitzubringen. Kaum wähle ich seine Nummer, taucht am Horizont ein roter Fahrradhelm in einem Garacho Richtung Bänkli strebend auf. War wohl nix. Ich baggere Chregu an, er solle nach Hause fahren, und mit dem Auto Getränke einkaufen gehen, nicht nur für mich. Doch sein Auto sei weg. Also biete ich ihm meine Edelkarosse an, um uns von dem Übel (Durst) zu erlösen.

In der Zwischenzeit taucht auch Benno Zemp, der Gärtner, auf. Er hat sich freundlicherweise bereit erklärt, uns beim Kampf gegen die Engerlingsschäden behilflich zu sein. Er hat Rasensamen, Rechen, eine Vertikutiermaschine und Biologischen Kampfstoff mit Applikator dabei. Wir helfen ihm alles von seinem Lieferwagen zu img_3110_webentladen und Benno stellt gleich als erstes die Vertikutiertiefe an der Maschine ein. Kilian ist ganz fasziniert von der Maschine und reisst sich diese auch gleich unter den Nagel und fährt ganz konzentriert mit dem Gefährt die Piste auf und ab. Mammut-Käppi, Karro-Hemd, Jeans und Gummistiefel-bewehrt schreitet er mutig voran. Wieviel Schweiss sich wohl bis am Abend in den Gummistiefeln ansammeln wird? Gefolgt wird er von Ueli S, welcher seine Vertikutiermaschine auch von seinem Anhänger entladen hat. Wie bei einer Engerlings-Trauer-Prozession läuft Kilian voraus und Ueli andächtig hinterher. Die anderen Mitglieder schnappen sich Rechen und sammeln damit das herausgerissene Material am Rand der Piste. Von hier kann man es dann einfach zusammensammeln und in Ueli S’s Anhänger laden. Und wenn Kilian schon mal die Maschinenhoheit besitzt, wird auch gleich noch der Abstellplatz auch gleich mitvertikutiert. Wenn schon, denn schon.

_-11Eine kleine Gruppe von hardcore-Baumfäller (Andy der eine, Kudi, Chregu und ich), kämpft sich derweil durch die Dornen, wie der Prinz bei Dornröschen. Nur erwartet uns keine schlafende Prinzessin, sondern einen von nach Modellen greifenden Ästen und springende Büsche befreiten Anflug. Nach und nach befreien wir zuerst die Bäume von der einen Seite des Baches von ihrem Schmuck. Das Schneiden an und für sich ist ja keine Sache, aber am Bord guten Halt zu finden, damit man sich nicht in die Brennessen legen muss, das ist schon eine Herausforderung. Mit der Astschere, gross und klein und Fuchsschwanz gehen wir ans Werk. Wie ein Kakadu schneiden wir da einen Ast, da ein Ästchen, und wenn weder die kleine, noch die grosse Astschere hilft, taucht Andy, der eine, oder Ueli S mit der Motorsäge auf, und macht mit dem Gehölz kurzen Prozess. Ist es schon auf der einen Seite nicht angenehm, die Bäume von ihren Ästen zu befreien, so wird es auf der anderen Seite richtig übel. Von links und rechts arbeiten wir uns gegen die Mitte der Büsche und Bäume zu. Am Schluss bleibt nur ein Hagebuttenbaum und -busch, welche noch gestutzt werden müssen. Aber der Hagebuttenbaum macht uns allen das Leben schwer. Ich komme mir vor, wie der Prinz bei Dornröschen. Die mit Dornen bewehrten Äste scheinen nach mir zu greifen und mich in seine Mitte ziehen zu wollen. Nicht besser ergeht es Kudi und auch Andy, dem einen. Aber wir lassen uns nicht klein kriegen. Ästchen um Ästchen, Ast um Ast schneiden wir uns zum Mittelpunkt des Übels vor. Kurz bevor wir alles abgeschnitten haben, erscheint Fredy mit seiner Partnerin, und lässt uns wissen, dass wir doch den Hagenbuttenbusch stehen lassen sollen. Sein Wunsch ist uns Befehl.

_-6Mittlerweile haben sich Edi und Hans als „Böhnlizeller“ etabliert. Es ist nämlich folgendermassen. Mit dem Applikator, welchen ich oben erwähnt habe, macht man 5 ca. 5 cm tiefe Löcher in den Rasen. Und dann müssen pro Loch 10 Kugeln vom biologischen Kampfstoff abgefüllt werden. Beim trockenen Boden ein nicht zu unteschätzender Chrampf. Vor allem darf man sich nicht verzählen, ansonsten die Engerlinge nicht wissen, was sie machen sollen. Aber Edi und Hans sind ganz konzentriert bei der mühsamen, aber bitter nötigen Arbeit.

_-10Petrus hat uns einen wunderbaren Herbsttag zur Verfügung gestellt. Beim Arbeiten ist es ziemlich heiss, und nicht nur ich habe geschwitzt. Ueli M, welcher nicht mehr 20, und Gogi, welcher in der Rekonvaleszenz-Phase ist und Kudi müssen sich von den Strapazen etwas erholen und genehmigen sich etwas trinkbares am Schatten der verbleibenden Bäume. Ich geselle mich zu ihnen, um auch etwas herunter zu fahren. Schliesslich bin ich auch nicht mehr 20!

Gegen 17 Uhr muss ich mich von allen verabschieden, denn ich habe einen Termin um 19 Uhr, und sollte vorher noch duschen.

ALLEN HELFERN EINEN GANZ GROSSEN DANK IM NAMEN DES VORSTANDES UND DEM GANZEN VEREIN. DANK EUREM EINSATZ WIRD UNSERE PISTE IM NÄCHSTEN JAHR WIEDER IN VOLLEM GLANZ ERSCHEINEN. DANKE !
UND AUCH BENNO ZEMP EIN HERZLICHES DANKESCHÖN FÜR SEINE UNTERSTÜTZUNG.
UND FREDY EIN GROSSES DANKESCHÖN, FÜR SEINE ABKLÄRUNGEN UND INSTRUKTIONEN.

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Um die Piste zu schonen, verzichten wir auf den Schlepptag vom 16. Oktober. Sollte der Zustand der Piste besser wie erwartet sein, können wir auch kurzfristig etwas organisieren.

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Eine Antwort zu Ohne Fleiss, kein Preis

  1. M schreibt:

    Engerling, oh Engerling (Teil 2)

    Du bist so ein kleines Ding
    Viel Ärger hast Du uns gemacht
    Aber am Samstag viel wir haben gelacht
    Nicht weil es dir ging an den Kragen
    Oder wir Dich tun so schrecklich plagen
    Nein, beim Arbeiten hatten wir viel Spass
    Vom Schwitzen waren wir ganz nass
    Die Piste sieht jetzt viel besser aus
    Und die Wunderkugeln bringen dir den Garaus
    Jetzt braucht es Geduld und Zeit
    Bis die Piste ist dann bereit
    Und dann im Frühjar zum Schluss
    Bedecken wir die Piste mit viel Humus
    Walzen säen und nicht verdriessen
    Hoffen das der neue Rasen tut gut spriessen
    Und dann geht das Fliegen wieder richtig los
    2017 wird sicher ganz famos

    Manuel

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