1. August-Bräteln

E. Japichino Seit Fünfzehnuhrfünfunddreissig harrt Hermann an diesem Tag auf dem Plätzli aus, und dies bei nicht optimalen Flugbedingungen. Einen Tag vorher hat er unser Unternehmen „1. August Grillen“ dadurch gerettet, dass er seinen Camping-Gas-Grill für unsere kleine Feier zur Verfügung stellte. Offenes Feuer wurde im ganzen Kanton Aargau wegen der anhaltenden Trockenheit verboten. Gegen fünf Uhr frage ich scheu per WhatsApp nach, ob denn schon jemand da sei. Hermann bejaht diese Frage und Kilian meldet, dass er auch bald da sei. Es besteht also noch Hoffnung, dass nicht alle Mitglieder in den kühlen Gemäuern der Häuser Schutz vor der Hitze suchen. Nach einem Tag, welcher geprägt ist vom Versuch der drückenden Hitze durch Aufenthalt in der kühlen Werkstatt zu entgehen, fahren Sibylle und ich gegen halb Sechs Uhr los. Am Plätzli angekommen sehen wir Hermann beim Auto stehen. Auf die Frage, ob er komme oder gehe, antwortet er mit einem breiten Lächeln, dass er bleibe, da er, wie bereits erwähnt, schon seit halb vier hier sei. Nachdem wir alle benötigten Utensilien vom Auto zum Plätzli getragen haben, richten wir es uns gemütlich ein. Hermann startet den Grill, Sibylle tischt auf, und ich kümmere mich ab und zu darum, das Grillgut (aus Rücksicht auf alle Vegetarier und Veganer nicht Fleisch) zu wenden. Unser Triumvirat funktioniert gut, besser, wie dasjenige im alten römischen Reich.

Als wir mitten beim Essen sind, tauchen nach und nach Kilian, Gogi, Ueli S., Kudi,  Heinz und Rita, Andreas und Chai auf. Ausser Chai, Heinz und Gogi hat niemand ein Modell dabei. Stressfrei ist wohl die Devise. Die Sonnenblumen am Pistenrand stressen schon etwas, mich auf alle Fälle. Während es sich Chai und Heinz nicht nehmen lassen, ihre Impeller-Schaumwaffel-Jets zu fliegen, zieht Gogi das gemütliche Dasein vor, und lässt sein Modell, so wie er auch, an diesem Abend ruhen. Schnell wird aus allen Camping-Tischen eine gemeinsame Tafel gebildet, wie sie einst wohl König Artus organisiert haben mag. Gemeinsam haben wir dann an dieser Tafel gespiesen und getrunken, disputiert oder einfach nur witzige Geschichten und Anekdoten ausgetauscht. An dieser Stelle sei noch ein Dank an Chai auszusprechen für seine gesponserte Flasche Wein. Dass wir unseren Club-Kohle-Grill nicht anfeuern können, tut der Stimmung überhaupt keinen Abbruch. Von Ferne sehen wir noch Engelbert und Nanuuk vorbeiziehen und uns zuwinken, also nur Engelbert. Später gesellen sich die beiden noch zu uns und tragen ihren Teil zur Unterhaltung bei. Engelbert indem er von seinen Abenteuern am „Schnudderlompe“ (despektierlich für Gleitschirm) hängend erzählt, Nanuuk, übrigens sein Hund, dadurch, dass er permanent auf der Suche nach essbarem die Schnauze am Boden hat. 2 unachtsam hingeworfene Holzspiesse eines Fleischspiesses haben Nanuuks Suche belohnt. Auch erheitert uns Nanuuk, als Engelbert ihr eine Vogelfeder in sein Fell steckt, wodurch Nanuuk mit ihrer heraushängenden Zunge wie ein Indianer auf Speed aussieht.

Dank dem Feuerwerksverbot ist es an diesem Abend auch sehr ruhig und still, ja fast beängstigend still. Aber es ist vermutlich eines der angenehmsten 1. August-Feiern, welcher ich beiwohnen durfte. Zufrieden, satt und an vielen neuen Geschichten reicher, brechen Sibylle und ich gegen zehn Richtung nach Hause auf. Der Garten will noch getränkt werden und am anderen Morgen muss ich wieder um 5 Uhr 30 aus den Federn.

Jetzt freuen wir uns auf unser bevorstehendes Pistenfest.

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