Wo die Hosen Husen hasn, und die Hasen Hosen hasn!

E. Japichino Wenn man nicht Modelle fliegen lassen kann, so lernt man Deutsche Schüttelreime, so wie dieses im Titel. Aber alles der Reihe nach.
Am Montag dem 29. April treffen wir uns wie alle Jahre wieder um 9 Uhr am Morgen in Kölliken auf der Raststätte. Dieses Jahr nur Marcel Heer, Sibylle und ich. Die Fahrt in den Osten verläuft ohne Zwischenfälle, mit feinem Mittagessen (ohne Bild) im Trofana Tyrol. Auf der Tannenalm angekommen, treffen wir auf unseren alten Bekannten Flugkollegen Andi und seine baldige Frau Lisa und auf Jens. Da bei dem herrschenden Wetter nicht geflogen, also nicht vernünftig, geflogen werden kann, konzentrieren wir uns auf das Entladen der Autos und den Bezug der Zimmer.
Und hier, liebe Freunde der Tannenalm, hier muss ich einfach einige Superlativen einflechten. Was die Familie Kröll da in den letzten 2 Jahren hingezaubert hat, ist einfach nur S A G E N H A F T! Die Zimmer: ein Traum; die Gartenwirtschaft: einfach nur zum Verweilen. Der Speisesaal: Einen Speisesaal mit so einer Aussicht muss man weit suchen. Zugegeben, die Tannenalm ist nicht mehr so familiär und klein wie vorher, aber dafür ist alles nur vom feinsten! Und die Preise sind nur mässig angepasst worden.
Also, weiter im Takt. Am Montag ist Wirtssonntag. Und das heisst, dass Helmut höchstpersönlich hinter den Show-Grill steht und Fleisch grillt nach den Wünschen der Gäste. Steaks, Würste, Putenschnitzel und, und, und. Dazu kann man Pommes, Wedges, Gemüse und sonstige Beilagen frei wählen. Also satt wird da jeder. Auch ist es so, dass die neue Tannenalm mehr Platz für Gäste bietet, also auch für mehr Modellflieger.
Mit Zirbenschnaps und Diskussionen über Gott und die Welt wird der Abend abgerundet. Jens bittet einen älteren Herrn zu uns an den Tisch, der alleine auf die Tannenalm gereist ist. Walter, heisst er. Und der hat es faustdick hinter den Ohren. Privatpilot mit 12’000 Flugstunden auf 47 verschiedenen Typen, Reschbeggd!!! Leider ist Walter etwas gesundheitlich angeschlagen, aber sein Hund Püpi verzaubert alle, vor allem Jens.
An so einem Tag wie der Dienstag, lernt man nach dem Genuss von genügend Alkohol, Deutsche Sprüche. Ja, der Titel ist tatsächlich ein Deutscher Schüttelreim. Und zwar aus dem Frankenland. Übersetzt heisst der: Wo die Hosen Husen heissen, und die Hasen Hosen heissen! Ja, da war viel Zirben- und Marillengeist im Spiel.
Mittwoch und Donnerstag sind die 2 Tage, wo man fliegen kann. Und die Gäste aus England lassen es wirklich krachen. Mit ihren FunRay’s fegen die zu neunt in der Gegend herum, dass nicht wirklich Platz für andere Modellflieger bleibt. Pascal Heil von FW- Modellbau steuert seine mit Impeller betriebenen Modelle, Kobuz und Libelle, gekonnt und mit sagenhaftem Speed ins Tal und da wieder rauf. Und auch ohne Antrieb beherrscht er sein Metier. Die ca. 10 kg schweren Modelle hält er auch bei schwacher Thermik oben.
Ich benutze die schönen Tage um meinen FS4000 einzufliegen und einzustellen. Auch meinen roten Pace muss ich neu einfliegen, da ich die Einstellungen geändert habe. Alles läuft nach Plan. Die anderen Modelle bleiben in den Transporttaschen. Ach ja, Sibylle fliegt ihren EasyGlider auf der Tannenalm unter meiner Obhut und dem kritischen Blick von Marcel.
Zu meinem 60sten Geburtstag, hat mir Jens einen Baukasten vom Airfish geschenkt, mit der Auflage, dass dieser auf der Tannenalm fliegen muss. Gesagt, getan. In einer Phase, wo die Briten gerade nicht fliegen, starten wir unsere Airfishe, einmal von Hand, und dann, mit der Hoffnung auf bessere Chancen den Anschluss an die Thermik zu finden, mit dem vorher ausgelegten Gummi. Obwohl die Anwesenden mit Top-Modellen unterhalten werden, fallen Jens und ich mitansehen Oldies auf und ernten auch Lob von vielen.
Am Freitag ist das SchlechtWetterProgramm angesagt. Wir spielen Jenga, Qwertz und Monopoli, schlafen und essen und quasseln, damit die Zeit vergeht. Walter erzählt spannende Erlebnisse von seiner Zeit als Pilot. Auch Andi und andere Kollegen geben ihre
Geschichten zum Besten. Immer wenn der Regen eine Pause eingelegt hat, springen wir raus, machen unsere Modelle bereit, und räumen wieder ein, weil es wieder zu regnen beginnt. Nach dem dritten Mal, gebe ich es endgültig auf und bleibe beim Zirbenwasser. Am Samstag packen wir nach dem reichhaltigen Frühstück die Modelle und die Koffer ins Auto und fahren Richtung Hause ab.
Dieses Jahr lag der Schwerpunkt eindeutig mehr bei der Geselligkeit und Ruhe tanken, wie beim stressigen Thermik suchen und anderen Modellen ausweichen. Aber das nächste Jahr wird sicher viiiieeeeel besser!

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