Eine neue Schleppmaschine für den Dienst in der MFG Rothrist- Teil 3; Wie steht es eigentlich um …

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…die neue Schleppmaschine? Der letzte Bericht datiert vom 21. Juli 2019 unter dem Titel: „Eine neue Schleppmaschine für den Dienst in der MFG Rothrist Teil 1+2“. Ja, genau, und auf 2 folgt 3.

E. Japichino Ich habe mir Zeit gelassen, um das Teil fertig zu stellen. Am meisten aufgehalten hat mich die Tatsache, dass an dem Teil enorm viele Quadratdezimeter an Flächen zu schleifen sind. Ich habe mir vorgenommen, alle Teile mit Porenfüller zu streichen und dann mit 240er und am Ende mit 600er Körnung Schleifpapier für das Bespannen vorzubereiten. Ich warte dabei auf schönes Wetter, da ich das Schleifen nicht in der Werkstatt machen will. Ja, und während ich warte, dass das Wetter besser wird, baue ich noch an anderen Modellen rum und schon ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Dank Corona habe ich mich nicht selber unter Druck gesetzt und lasse mir Zeit. Aber dann packt mich die Ungeduld und ich will das Teil endlich fertig haben. Anfang 2021 ist es so weit. Das Wetter stimmt, die Motivation auch, also beginne ich zu schleifen. Und es ist tatsächlich so mühsam, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber da ich nun mal angefangen habe, ziehe ich es auch durch. 4 Nachmittage lang bearbeite ich das Rohbau fertige Modell mit Schleifpapier von SIA (gratis-Tipp: dieses Papier kostet zwar etwas mehr bei R&G wie im OBI, aber es hält auch einiges länger. Ich lasse nur noch Edelschleifpapier an mein Holz, GFK, CFK und andere Oberflächen!). Und dann, auf einmal, bin ich fertig mit Schleifen. Zufrieden betrachte ich das Rohbaumodell. Aber was ist das? Neeeeiiiiin! Das Holz auf dem Rumpfrücken ist an einer Stelle zu dünn geworden. Na gut! Reparieren, porenfüllen und schleifen. Alles Gut!

Bei der Farbgebung des Modells habe ich mich durch die Schottische Fahne leiten lassen. Rot / Weiss wird ja öfters angewendet, also habe ich mich für Blau / Weiss entschieden. Rumpf Blau, Flügel Weiss. Gesagt – getan! An einem kühlen Wochenende-Tag räume ich den Esstisch im Wohnzimmer leer und beginne den EcoBoomster zu bespannen. Huuuuch – das ist ja ein Riesenteil, vor allem der Rumpf! Die Flügel bespannen geht flott voran, kein Problem. Beim Rumpf sieht das etwas anders aus. Aber mit Geduld, einigen für diesen Bericht unangemessenen Flüchen und viel Zuspruch meiner lieben Gattin, werde ich auch mit diesem Monster fertig. Das Resultat kann sich sehen lassen. Geplant habe ich noch einige GT-Streifen, damit ich als Ü60er die Fluglage des Modells besser erkennen kann. Aber das mache ich erst, wenn das Modell fertig ist. 

Nachdem das Modell bespannt ist, folgt der Einbau der Servos, Stecker, Kabel, Geschwindigkeitssensor, Motor und das Herzstück: die Schleppseilwinde! Nach dem Malheur vor 3 Jahren, habe ich entschieden, keine 0815 Schleppkupplung mehr in den Schlepper einzubauen. Ich habe mich entschieden, die Seilwinde von SCHLEPPSEILWINDE.CH einzubauen. Und genau da habe ich wieder einige unangebrachte Flüche losgelassen. Die Winde selber findet problemlos Platz im Rumpf und auf der von Kuddi gefrästen Halteplatte. Aber wohin mit all den Kabeln, dem BEC, dem programmierbaren V-Kabel für die Landeklappen? Nach einigem Überlegen, baue ich 2 kleine Podeste aus Sperrholz ein. Handgesägt, dieses Mal. Das Ziel ist es, die Kabel, den Empfänger und alles andere Einbauzeugs von der Winde fern zu halten. Für die Kabel der HL und SL-Servos baue ich dazu eigens einen Kabelkanal aus 5×3 Balsaleisten, welche ich oben und unten mit einem 2 mm Balsabrett schliesse. Gefällt mir. Für die Antennenenden klebe ich, wie gewohnt, 2 Stück Bowdenzughüllen an die geeigneten Orte ein. Da liegen die Antennen sicher und geschützt. Etwas Aufwand habe ich dann mit den Lötarbeiten. Die Verbindung von Rumpf zu HL habe ich mit 2 MPX-Steckern ausgeführt, welche beim Montieren des HL automatisch verbunden sind. Da hat mich so ein Kontaktfehler einige Tage zurückgeworfen. Bis man so einen Fehler findet, braucht es Nerven und Zeit. Aber jetzt funzt es prima. Alle Verbindungen von den Flügeln zum Rumpf sind auch so ausgeführt. Nur beim Geschwindigkeitssensor habe ich einen von Hand steckbare Verbindung vorgesehen. Aufwandminimierung!

Den Motor, Hacker A60 18M (repariertes Teil vom Porter), befestige ich mit dem (neuen) Motorträger von Hacker. Dahinter passt der Regler (vom Porter übernommen). Dieser liegt im „Freien“ und wird somit gut gekühlt, wie der Motor auch. Ästhetisch nicht optimal, aber technisch! Der Akkuhalter passt und die 10S-Akkus auch. Alles einstecken, Lötarbeiten fertig stellen und dann Motor an Akku und Empfänger anstecken. Und los gehts! 

Äääähhhh? Was soll das? Der Motor rattert wie ein Maschinengewehr und dreht sich überhaupt nicht. Sche…..ibenkleister! Also geht die Suche los. Regler neu programmiert, anderer Akku, am Kopf gekratzt, aber NADA! Und dann habe ich mich entschlossen, die Bedienungsanleitung des Reglers genauer durchzulesen. Da steht irgendwo, dass wenn der Motor ruckelt, die Lötstellen schlecht sind. Aber meine Lötstellen sind nicht schlecht! Ich habe alle kontrolliert. Was Solls. Kontaktspray hervorgeholt und alle Goldstecker zwischen Motor und Regler eingesprüht. Und dann alles eingesteckt und gebetet. Yabbadabbadooo! Es funzt, und wie?!!

Nachdem der Motor und alle anderen Kabelverbindungen überprüft sind und funzen, mache ich mich daran, die Ruder anzulenken. Das geht erstaunlich gut. M3 Gewindestange ablängen, M3-Kugelköpfe mit Mutter aufdrehen und richtige Länge einstellen. Das wars. 

Das Programmieren ist mit der Jeti kein Problem. Expo, maximale Ausschläge, Sprachausgaben und den Notschalter für das Lösen des Seiles auf der Winde. Mit der Funktion „Funktionskurven“ stelle ich das Verhalten der Landeklappen so ein, dass bei Mittelstellung des Schiebers (Rastpunkt), die Klappen in Start-Stellung, also ca. 15 Grad nach unten, ausgefahren sind.

Dem einen oder anderen aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich weder über das Seitenleitwerk und dessen Anlenkung, noch über das Spornrad oder das Hauptfahrwerk geschrieben habe. Das liegt einfach daran, dass ich noch nicht so weit bin, Euch aber auf dem Laufenden halten will. Aber keine Sorge, so lange wie bis jetzt, müsst Ihr nicht mehr warten bis das Teil fertig ist. Das Hauptfahrwerk ist lackiert und bereit zum Einbau. Das Spornrad auch. Somit kann es sich nur noch um Wochen handeln, bis der Schlepper fertig ist. Ach ja, die Sichtbarkeits-Streifen muss ich noch anbringen. Aber das sollte ich auch innert vernünftiger Zeit fertig bringen. Da brauche ich wohl am meisten Zeit um mich zu entscheiden, wie die Streifen aussehen und wo diese angebracht werden sollen. Mal schauen.

Neues Ziel ist es, dass wir, bei entsprechender Pandemie-Lage, nach den Sommerferien einen Schlepptag ins Auge fassen können. Damit ich auch mal geschleppt werden kann, habe ich Andi überredet, dass ich eine alte MPX 4000 mit Mode 1 ausstatte, und er mich schleppen kann. In seiner professionellen Art hat Andi mir mit Bedingungen zugesagt. Das Modell muss seine Sicherheitsstandards erfüllen und er braucht einige Eingewöhnungsrunden. Das sollten wir bis September / Oktober hinkriegen, Andi, oderrr?

Also liebe Leute, bereitet Eure Segler schon mal vor!

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2 Antworten zu Eine neue Schleppmaschine für den Dienst in der MFG Rothrist- Teil 3; Wie steht es eigentlich um …

  1. Andi schreibt:

    Schöne Sache! Ich bin gespannt wer den Mut hat, sich von mir schleppen zu lassen 😉 Hoch, Gerade aus, weite Kurven sind ja eigentlich nicht so mein Ding…

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