Jubiläums-Event 60 Jahre Modellfluggruppe Rothrist, 29.10.2022

Im vergangenen Jahr feierte die Modellfluggruppe Rothrist ihr 60 jähriges Bestehen. Aus bekannten Gründen konnten wir im letzten Jahr kein würdiges Fest durchführen. Nun haben wir es nachgeholt.

Eine erfreuliche Anzahl Mitglieder der Modellfluggruppe Rothrist, viele in Begleitung, fanden sich pünktlich auf dem Gelände des Flugplatzes in Bleienbach im Oberaargau ein.

Das überaus milde Herbstwetter sorgte für ein reges Treiben auf der Piste. So durften wir unter anderem eine Landung der imposanten T-6 Harvard bestaunen; Der mächtige Sound eines solchen 9 Zylinder-Sternmotors mit 22 Liter Hubraum aus nächster Nähe zu erleben, ist schon etwas der ganz besonderen Art. Hier gelangst du übrigens zum kompletten Bilder-Album des Anlasses.

AT-6A unmittelbar nach der Landung.

Unter der fachkundigen Leitung von Peter Daetwyler und Beat Trösch betraten wir gemeinsam die grossen und äusserst ordentlichen Räumlichkeiten des Fliegermuseums Oberaargau, unmittelbar neben dem Rollfeld . Als Einführung präsentierte Beat uns ein Film der Patrouille-Suisse Staffel; Überwältigende Flugmanöver können durch die neuartige Aufnahme-Technik mit 360-Grad-Kameras besonders eindrücklich eingefangen werden. Grosses Kino- super!

Viele alte Fotos zeugen einer langen Geschichte des Flugplatzes Bleienbach. Beat vermochte uns gekonnt mit seinen spannenden Erzählungen in die Vergangenheit mitzunehmen.

Beat Trösch nimmt uns mit in längst verflossene Jahre.

Im zweiten Teil des Rundganges wusste auch Peter Daetwyler unsere Aufmerksamkeit zu erregen; einerseits mit weiteren historischen Perlen, aber spätestens, als wir dann beim animierten Kerosin-Turbinenmodell oder der Wasserstrahl-Technik-Ecke standen, war klar, dass wir nun im aktuellen Zeitalter angelangt sind.

Beat Trösch erklärt am animierten Modell die Funktionsweise einer Turbine.
Peter Daetwyler brilliert mit seinem technischen Fachwissen.

Ebenso Eindrücklich, was heute alles möglich ist, ist auch das Fachwissen dieser beiden Herren, welche selber auf eine lange fliegerische Tätigkeit zurückblicken können und die Fliegerei bis heute regelmässig mit grossem Engagement betreiben.

Keine Frage blieb unbeantwortet!

Es gab bei unserer Besichtigung nicht nur was für die Augen und Ohren; alles durfte mit gebotener Vorsicht angefasst werden. Ist doch immer wieder erstaunlich, wie beispielsweise so eine Piper ‚lediglich‘ mit einem einfachen Tuch bespannt wird. Wie uns Res erklärte, gibt es aber diesbezüglich maßgebliche Unterschiede beim annähen des Tuches von Flugzeug-Typ zu Flugzeug-Typ, welches sich zum Beispiel beim Abstand der Stichnaht zeigt.

Links ein Übungsstück eines betuchten Flügels, rechts eine beschädigte Nasenleiste- autsch!

Wo geflogen und gelandet wird, da muss auch mal etwas repariert werden. In einer weiteren Halle, „Aircraft Service GmbH AIRLA“, direkt nebenan, liess uns Res Eggimann über seine Schulter in die kleine aber feine Werkstatt blicken. Da werden Flugzeuge „betucht“, Services durchgeführt und, falls nötig, auch mal eine Nasenleiste repariert, welche erst kürzlich einen unfreiwilligen Kontakt mit einem Baufahrzeug hatte. Bemerkenswert, wie ’normal‘ für Res der Umgang mit solch grossen und teuren Flugzeugen ist. Auf jede unserer neugierigen Fragen wusste er um eine Antwort und Erklärung. Grossartige Arbeit, Bravo!

Res führte uns in sein Handwerk ein, welches jahrelang erarbeitet werden musste.

Mittlerweile ist es draussen dunkel und frisch geworden. Um 19:30 Uhr sitzen wir hungrig im Restaurant Kreuz; Das Essen war ausgezeichnet, auch der Wein war eine Gaumenfreude. Die freundliche und aufmerksame Bedienung vermochte einen schon fast jeden Wunsch von den Augen abzulesen. So kam es dann auch noch zu einem leckeren Dessert, obwohl in meinem Fall eindeutig der „Gluscht“ stärker war als die Vernunft und ich dann am Ende mit dem Vermicelles zu kämpfen hatte… 😉

Viel schauen und fragen machte hungrig; im Restaurant Kreuz wurde dann auch dieser Hunger gestillt.

Ein spannender Tag neigte sich dann langsam dem Ende zu. Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren und an die drei überaus fachkundigen Herren, welche uns dies erst alles ermöglichten.

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